Psychologie mit Schwerpunkt Auditive Kognition: Sabine Schlittmeier

 

Die akustische Umwelt beeinflusst kognitive Leistung und subjektives Wohlbefinden. Dabei kann der auditive Input relevant für die aktuelle Tätigkeit sein, so wie die Äußerungen eines Gesprächspartners oder die Ansagen einer Navigations-App, oder auch irrelevant, z.B. konzentriertes, ruhiges Arbeiten unter Hintergrundmusik oder -sprache.

An der Professur wird untersucht, wie bestimmte kognitive Prozesse, Funktionen und Leistungen davon abhängen, dass relevante, kognitiv zu verarbeitende Informationen gehört werden bzw. wie diese gehört werden. Zum Beispiel wurden Schalle bislang in psychologischen Experimenten oftmals nicht möglichst realitätsgetreu dargeboten, z.B. binaural. Unsere Untersuchungen der damit verbundenen Effekte fokussieren die kognitionspsychologische Modellentwicklung wie auch anwendungsbezogene Fragen der kognitiven Ergonomie, z.B. die Optimierung von Assistenzsystemen, der Mensch-Computer-Interaktion oder von Virtual Reality (VR) Anwendungen.

In Zusammenhang mit irrelevanten Hintergrundschallen wird an der Professur untersucht, welche Schallcharakteristika für die Störung bestimmter kognitiver Leistungen verantwortlich sind und wie die Effektmuster modelltheoretisch erklärt werden können. Diese Erkenntnisse fließen in die Entwicklung und Evaluation akustischer Gestaltungslösungen für Lebens- und Arbeitsumwelten. Hier untersuchen wir insbesondere differenzielle Schalleffekte auf objektive Leistungsparameter und subjektives Wohlbefinden.


Die Professur für Psychologie mit Schwerpunkt Auditive Kognition ist eine Stiftungsprofessur der HEAD-Genuit-Stiftung.