Bachelor- und Master-Arbeitsthemen

 

Das Lehrgebiet Arbeits- und Kognitionspsychologie bietet Studierenden die Möglichkeit im Zuge ihrer Bachelor- und Masterarbeiten an aktuellen Forschungsfragen mitzuarbeiten.

Unsere experimentell ausgerichteten Fragestellungen befassen sich aus kognitionspsychologischer Sicht mit den Interaktionen zwischen Mensch-Umwelt und Mensch-Maschine/Werkzeug. In diesem Zusammenhang liegt unser Augenmerk oft auf dem Aspekt, wie gut diese Interaktionen gelingen und unter welchen Rahmenbedingungen Menschen bessere oder schlechtere Leistungen erzielen. Die Fragestellungen unserer angebotenen Abschlussarbeiten knüpfen in der Regel an die unten genannten Themen an. Generell sind wir aber auch offen für andere experimental-psychologische Fragestellungen, die sich entsprechend unserer Möglichkeiten und Fachkompetenzen im zeitlichen Rahmen einer Abschlussarbeit realisieren lassen.

Bitte sprechen Sie uns an.

Avatare und Perspektivwechsel:

Zurzeit liegt der Forschungsschwerpunkt unserer Arbeitseinheit unter anderem auf die Interaktion zwischen Personen und Avataren in Computeranwendungen. Wir untersuchen dabei, inwiefern die Präsenz dieser Avatare unseren Blick auf die Welt verändern kann und unter welchen Umständen wir in der Lage sind die Perspektive von Avataren einzunehmen. Hierbei bearbeiten wir eine Reihe von Fragestellungen auf einem Kontinuum von grundlagenorientiert-abstrakt bis anwendungsbezogen-real:

  • Die Welt mit anderen Augen sehen und mit anderen Ohren hören: Wie Avatare unsere visuelle und auditive Informationsverarbeitung beeinflussen.
  • Werde eins mit dem Avatar: Welche Faktoren beeinflussen die Identifikation mit Avataren und unter welchen Umständen werden Avatare Teil unserer Körperschemas.
  • Ich sehe was, was du nicht siehst: Müssen Avatare und reale Personen Objekte tatsächlich sehen, damit wir sie aus deren Augen sehen können? Wie weit reicht unsere mentale Repräsentation des visuellen Zugangs anderer?
  • Gemeinsam oder Alleinsein? Wie sozial sind kooperative Aufgaben mit Avataren und Personen auf dem Kontinuum zwischen sozialer Kooperation und Werkzeuggebrauch.
  • Wir wollen doch nur die Welt verändern! Welche Rolle spielen Handlungsfolgen und deren Antizipation bei der Interaktion mit Avataren?
  • Wer bin ich? Wie wählen wir Avatare aus und erkennen sie wieder, wenn wir gleichzeitig mit verschiedenen konfrontiert werden?
  • Mein Rechts ist jetzt dein Links: Unter welchen Umständen kommt es zu einer neuen Codierung von Situationen, wenn Avatare neu erscheinen?
  • Sieht das für dich falsch aus? Welche Rolle spielen soziale Anker bei der Analyse von Bildern aus verschiedenen Perspektiven?
  • Meine Kopfhörer sind deine Kopfhörer: Welchen Einfluss hat die Präsentationsart akustischer Reize bei Perspektivwechselaufgaben?
  • Übung macht den Meister: Fällt die Perspektivübernahme leichter, wenn man Avatare über einen längeren Zeitraum bewegt, z.B. in Spielesituationen.
  • Zu jung zum umdenken? Unterscheiden sich Simon-Effekt und Avatar-Effekt aus entwicklungspsychologischer Perspektive?

Darüber hinaus werden Themen in den folgenden Bereichen angeboten:

  • Schnittstelle zwischen Wahrnehmung und Handlung
  • Werkzeuggebrauch und sensomotorische Transformation
  • Reiz-Reaktionskompatibilität
  • Angewandte Fragestelllungen aus den Bereichen Verkehrspsychologie, Mensch-Maschine-Interaktion und Ergonomie