Werkzeuggebrauch und Reiz-Reaktions-Kompatibilität

 

Leitung

Prof. Dr. Jochen Müsseler (RWTH Aachen University, Arbeits- und Kognitionspsychologie)

Kooperationspartner

  S-R-Kompatibilität A&K

Zusammenfassung

Durch die Verwendung moderner Technik entstehen oft neuartige Aufgaben, die hohe Anforderungen an die motorische Geschicklichkeit stellen. Beispiele dafür sind endoskopische oder laparoskopische Eingriffe, bei denen Instrumente unter indirekter Sicht bedient werden müssen. Dabei werden nicht nur die tatsächlichen Hand- und Armbewegungen in Bewegungen der relevanten Teile der benutzten Instrumente transformiert, sondern diese Tätigkeit wird durch eine weitere Transformationsebene erschwert, nämlich dadurch, dass die Bewegungen der Instrumente durch eine oft verzerrte Optik präsentiert wird. Derartige visuomotorische Transformationen sind die wohl offensichtlichste Herausforderung moderner Arbeit. Sie dienen als Praxismodell für unsere Arbeitsgruppe. Eine extreme Form der visuomotorischen Transformationen sind die durch Werkzeuggebrauch erzeugten inkompatiblen Anordnungen. Um das T-Werkzeug im Teil A der Abbildung auf einen rechten Lichtreiz zu bewegen, muss der Hebel nach links bewegt werden. Reiz (S) und Richtung der Bewegung (R) sind demnach entgegengesetzt (inkompatibel). Demgegenüber stellt Teil B der Abbildung eine kompatible Anordnung dar: Reiz (S) und Richtung der Bewegung (R) stimmen überein. Wir untersuchen, wie derartige durch Werkzeuggebrauch erzeugte Inkompatibilitäten auf die Reaktionsumsetzung auswirken.

Ausgewählte Veröffentlichungen

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