Wahrnehmung proximaler und distaler Handlungseffekte bei der Interaktion mit technischen Systemen

 

Förderung und Leitung

Dieses Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgesellschaft gefördert (SU 494/4). Die Leitung für das Projekt hatten Prof. Dr. Christine Sutter (jetzt DHPol) und Professor Jochen Müsseler in Kooperation mit Prof. Dr. Sandra Sülzenbrück (jetzt FOM).

Projektmitarbeiter

Dr. Stefan Ladwig (jetzt IKA, RWTH Aachen University)

Laufzeit

1. Phase: 1. April 2009 bis 31. Juli 2011
2. Phase: 1. August 2011 bis 31. August 2012

Zusammenfassung

Ein Chirurg, ein Kranführer, ein Pilot und ein Büroangestellter - was haben diese ansonsten so heterogenen Berufsgruppen gemeinsam? Sie alle arbeiten mit Werkzeugen oder Hilfsmitteln, deren Gebrauch mit sensumotorischen Transformationen einhergeht. Auch in vielen Alltagssituationen erleichtern uns elektrische oder mechanische Geräte die körperliche Arbeit. Demgegenüber steht die technische Herausforderung ein solches Gerät zu bedienen. Schwierigkeiten treten insbesondere bei ungewohnten Transformationen auf, wie sie etwa bei der endoskopischen Chirugie vorkommen. Einfacher hingegen sind die Transformationen, die bei der Benutzung eines Computereingabegerätes stattfinden. Die Bewegung des Eingabegerätes wird selten in einem 1:1 Verhältnis übersetzt, sondern ist in aller Regel linear transformiert oder gar beschleunigt. Dennoch wird die Diskrepanz zwischen beiden Bewegungen häufig nicht bemerkt. Das vorliegende Projekt fragt nach der Wahrnehmbarkeit der proximalen und distalen Effekte bei sensumotorischen Transformationen in technischen Systemen: Wann und in welchem Ausmaß werden keine Diskrepanzen bei der Beurteilung der proximalen und distalen Effekte wahrgenommen? Wann werden sie wahrgenommen? Der Fokus des Projektes liegt auf dem Vergleich proximaler und distaler Wahrnehmungsurteile bei zielgerichteten Eigenbewegungen.

Ausgewählte Veröffentlichungen

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  • Ladwig, S., Sutter, C. & Müsseler, J. (2012). Crosstalk between proximal and distal action effects when using a tool. Journal of Psychology, 220, 10-15.
  • Sutter, C. & Ladwig, S. (2012). Mirrored visual feedback limits distal effect anticipation. Experimental Brain Research, 218, 247-258. DOI: 10.1007/s00221-012-3018-7.
  • Sutter, C., Müsseler, J. & Bardos, L. (2011). Effects of sensorimotor transformations with graphical input devices. Behaviour & Information Technology, DOI: 10.1080/01449291003660349
  • Sutter, C. & Müsseler, J. (2010). Action control while seeing mirror images of one's own movements: Effects of perspective on spatial compatibility. The Quarterly Journal of Experimental Psychology, 63, 1757-1769.
  • Müsseler, J. & Sutter, C. (2009). Perceiving one´s own movements when using a tool. Consciousness and Cognition, 18(2), 359-365.
  • Sutter, C., Müsseler, J., Bardos, L., Ballgas, R. & Borchers, J. (2008). The impact of gain change on perceiving one´s own actions. In M. Herczeg & M.C. Kindsmüller (Hrsg.): Mensch & Computer 2008 (pp.147-156). München, Germany: Oldenburg Wissenschaftsverlag.
  • Sutter, C. (2007). Sensumotor transformation of input devices and the impact on practice and task difficulty. Ergonomics, 50(12), 1999-2016.