Das Führen eines Kraftfahrzeuges unter Doppeltätigkeitsbelastungen

 

Förderung und Leitung

Das Projekt wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG MU 1298/5, SPP1184 "Altersdifferenzierte Arbeitssysteme) unter der Leitung von Professor Jochen Müsseler von der RWTH Aachen University, Arbeits- und Kognitionspsychologie und Professorin Gisa Aschersleben von der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Projektmitarbeiter

Dr. Katrin Arning von der RWTH Aachen University, Arbeits- und Kognitionspsychologie, in Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Robert Proctor der Purdue University, IN, USA.

Zusammenfassung

Doppeltätigkeiten sind im Alltag wie auch im Beruf allgegenwärtig. Eine Koordination verschiedener Tätigkeiten wird durch neue Informationstechnologien immer häufiger gefordert. Ein Kraftfahrer reagiert beispielsweise während des Fahrens auf Informationen, die das Navigationssystem, die Onboard-Unit des Mautsystems, das Funkgerät oder auch nur der Verkehrsfunk bereitstellt. Auf diese Zusatzinformationen müssen vor allem Berufskraftfahrer, zum Beispiel Taxifahrer oder LKW-Fahrer, reagieren. Unter günstigen Bedingungen, also bei geringer Verkehrsdichte und vergleichsweise langsamer Fahrt, gelingt es häufig, Erstaufgabe -das Führen des Fahrzeugs- und Zweitaufgabe -zum Beispiel das Bedienen des Navigationssystems- erfolgreich zu koordinieren. Liegen weniger günstige Verkehrsbedingungen vor, ist gerade unter Doppeltätigkeitsbelastung mit Einbußen der Reaktionsfähigkeit auf kritische Verkehrssituationen zu rechnen. Diese Einbußen betreffen vermutlich insbesondere ältere Kraftfahrer, und sie dürften davon abhängen, ob die Zweitaufgabe zur auszuführenden Reaktion in der Erstaufgabe kompatible oder inkompatible Information bereitstellt. Gegenstand des Projekts sind daher die altersabhängigen temporären Leistungseinbußen in Gefahrensituationen des Straßenverkehrs, die bei Doppeltätigkeit und unter verschiedenen Kompatibilitätsbeziehungen zwischen den Aufgaben zu erwarten sind.

Ausgewählte Veröffentlichungen

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  • Aschersleben, G., Arning, K., & Müsseler, J. (2013). Age-related differences in critical driving situations: The influence of dual-task situations, S-R compatibility and driving expertise (pp. 279-297). In C. M. Schlick, E. Frieling, & J. Wegge (Eds.) Age-differentiated work systems. Heidelberg, Germany: Springer.
  • Müsseler, J., Aschersleben, G., Arning, K., & Proctor, R. (2009). Reversed effects of spatial compatibility in natural scenes. American Journal of Psychology, 122, 325-336.
  • Aschersleben, G. & Müsseler, J. (2008). Dual-task performance while driving a car: Age-related differences in critical situations. In H. D. Zimmer, C. Frings, A. Mecklinger, B. Opitz, M. Pospeschill, & D. Wentura (Eds.), Cognitive Science 2007. Proceedings of the 8th Annual Conference of the Cognitive Science Society of Germany. Saarbrücken, Online URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2008/1185/
  • Aschersleben, G. & Müsseler, J. (2007). Das Führen eines Kraftfahrzeugs unter Doppeltätigkeitsbelastung: Alternsbedingte Leistungsunterschiede in Gefahrensituationen. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 61, 69-74.