Forschung: Psychologische Methodenlehre

 

In der Psychologischen Methodenlehre beschäftigen wir uns mit der Entwicklung und Adaptation von Verfahren zur Messung menschlicher Eigenschaften, der statistischen und mathematischen Modellierung von psychologischen Prozessen, dem Design von Forschungsstudien sowie der Analyse und Interpretation empirisch-psychologischer Daten.

Die Verbindung von methodischen und inhaltlichen Forschungsfragen sowie die enge Kooperation mit anderen nationalen und internationalen Forschergruppen sind zentrale Merkmale der Juniorprofessur. Die Forschungsschwerpunkte der Juniorprofessur lassen sich dabei in zwei Teilbereiche untergliedern: die Entwicklung und Adaptation neuer quantitativer Methoden und theoretischer Konzepte a) zur Analyse von Längsschnittdaten sowie b) zur Analyse von (kausalen) Effekten.

Analyse von (kausalen) Effekten

Der Effekt einer Behandlung (Intervention, Treatment etc.) ist oft zentrales Interesse psychologischer Forschung. Dabei interessiert oftmals nicht nur der durchschnittliche Effekt, sondern auch die bedingten Effekte, d.h. die Effekte für bestimmte Personen oder Personengruppen. Die Forschungsschwerpunkte der Juniorprofessur liegen hier insbesondere in den Bereichen:

  • Durchschnittliche und bedingte Effekte
  • Effektanalysen mit Strukturgleichungsmodellen
  • Totale, direkte und indirekte Effekte
  • Mediation und Moderation mit latenten Variablen

Längsschnittliche Datenanalysen

Die Analyse von längsschnittlichen Daten ist vielen Bereichen der Entwicklungspsychologie, Bildungspsychologie, aber auch der klinischen Psychologie notwendig. Dafür entwickeln wir statistische Modelle, die eine Vielzahl von praktischen Herausforderungen adäquat berücksichtigen können, z.B. latente Variablen, abhängige Datenstrukturen, kleine Stichproben. Die Forschungsschwerpunkte der Juniorprofessur liegen hier insbesondere in den Bereichen:

  • Strukturgleichungsmodelle für die Analyse von Daten aus längsschnittlichen Designs
  • Latente Wachstumskurvenmodelle / Growth Component Modelle
  • State-trait Modelle
  • Modellierung von latenten Veränderungen