Bachelor- und Masterarbeiten

 

Die schriftlichen Abschlussarbeiten (Bachelorarbeit, Masterarbeit) sind eingebunden in die Forschungsaktivitäten der Lehrstuhlmitarbeitenden. Es steht den Kandidatinnen und Kandidaten offen, die Abschlussarbeiten in englischer oder deutscher Sprache zu verfassen.

 

Bachelorarbeitsthemen am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie

Untenstehend finden Sie die Bachelorarbeitsthemen, die im Wintersemester 2021/22 am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie zur Auswahl stehen.

Zum Vorgehen bezüglich der Vergabe der Bachelorarbeiten:

  • Wenn Sie sich für eines oder mehrere der untenstehenden Themen interessieren, melden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer Themenpräferenz(en) bis zum 15.08.2021 per E-Mail bei der Koordinatorin Jasmin Dorry (dorry@psych.rwth-aachen.de) und nennen Sie uns in einer Rangreihe die von Ihnen präferierten Themen sowie Ihren frühesten sowie spätesten Einstiegstermin.
  • Es ist vorteilhaft für Sie, wenn Sie möglichst viele Präferenzen nennen (mindestens drei). Bei weniger Präferenzangaben kann es sein, dass Sie nicht berücksichtigt werden können.
  • Bitte fügen Sie außerdem Ihr aktuelles Transcript of Records bei.
  • Bitte beachten Sie bei der Bewerbung, dass Sie die in der Prüfungsordnung festgelegten Voraussetzungen erfüllen, um die Bachelorarbeit schreiben zu dürfen
  • Wir teilen Ihnen bis zum 01.09.2021 mit, ob Sie den gewünschten Bachelorarbeitsplatz erhalten.

Bitte geben Sie diese Info an alle Interessierten weiter, so dass das Verfahren innerhalb der o.g. Fristen durchgeführt werden kann.

Welchen Einfluss hat COVID auf das Partnerschaftserlebnis von Vätern junger Kinder? (M.Sc. Rico A. Fischer; Frühester Start: Anfang Oktober): In einer aktuellen zweisprachigen Studie, die wir zusammen mit der University of Alberta durchführen, haben wir das Partnerschaftserlebnis von Vätern junger Kinder erforscht. Im Rahmen der Erhebung haben wir die Teilnehmer auch gefragt, ob und wie die Corona-Pandemie die Beziehung zu ihrer Partnerin und/oder ihren Kindern beeinflusst hat. In dieser Bachelorarbeit sollen diese qualitativen Angaben mit Hilfe einer Inhaltsanalyse so kodiert werden, dass erfasst wird, ob sich die Beziehung zu Partnerin und Kindern verbessert oder verschlechtert hat. Aus dieser Quantifizierung sollten (mindestens) drei Gruppen entstehen: jene mit einem verschlechterten Verhältnis, jene mit einem verbesserten Verhältnis und jene, auf die COVID keinen Einfluss hatte. Diese drei Gruppen können dann auf beziehungsrelevanten Konstrukten (z.B. Partnerschaftszufriedenheit, das Gefühl der Ausgeschlossenheit vom Familienleben, verstärkter Fokus auf die Arbeit) anhand einfacher statistischer Analysen (z.B. ANOVA, Chi2-Test) mit einander verglichen werden.

Der Einfluss von eigenem und Arbeits-Familien Konflikt des Partners auf die Beziehungszufriedenheit: Eine kleine Meta-Analyse (M.Sc. Rico A. Fischer; Frühester Start: Anfang Oktober): Hat eine Person das Gefühl, dass die Arbeit einen negativen Einfluss darauf hat, wie viele Ressourcen noch am Ende des Tages für die Familie zur Verfügung stehen, so verspürt diese Person einen hohen Arbeits-Familien Konflikt. Der Einfluss dieses Konflikts auf die Familie ist bereits gut erforscht. In mehreren Meta-Analysen wurde bereits bestätigt, dass sie einen negativen Einfluss auf die eigene Beziehungszufriedenheit hat. In einer von Li et al. (2021) veröffentlichen Meta-Analyse wurde außerdem anhand von 26 Studien gefunden, dass der eigene Arbeits-Familien-Konflikt einen Einfluss auf die Beziehungszufriedenheit des Partners hat. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit interessiert der Querschnitt dieser beiden Befunde: Basierend auf den Studien, die sowohl eigene als auch Partnereffekte erhoben haben, soll eine Meta-Analyse angefertigt werden. In jener sollen beide Effekte (eigene und Partnereffekte) berechnet werden. Für diese Bachelorarbeit wird eine Studentin / ein Student gesucht, der / die Interesse daran hat, neue statistische Methoden zu erlernen. Bevorzugt besitzt die Person bereits erste Kenntnisse mit dem Statistikprogram R, da die Analysen mit R durchgeführt werden müssen. Materialien zur selbstständigen Einarbeitung in R werden ansonsten zur Verfügung gestellt. Hilfe bei der Analyse der Meta-Analyse wird zur Verfügung gestellt.

Autofrei leben? (Betreuerin: M.Sc. Ruth Noppeney; Start: flexibel): Individueller Verkehr ist ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Mobilitätsaufkommens; rund 80% aller deutschen Haushalte verfügen über mindestens ein eigenes Auto. Vor dem Hintergrund möglicher Maßnahmen, die zum Klimaschutz beitragen, besteht die Frage, wie Mobilität weiter verändert werden kann – weg vom Individualverkehr hin zu nachhaltigeren Alternativen. In dieser Bachelorarbeit soll vor allem das Thema CarSharing im Fokus stehen: Was bringt Leute dazu, CarSharing zu nutzen? Welche Herausforderungen sind mit einer alltäglichen Nutzung verbunden? …Hierzu sollen Interviews (qualitativ) geführt werden, die sich mit der Frage beschäftigen, ob und wie die Nutzung von alternativen Mobilitätsangeboten (insbes. CarSharing) ausgebaut /gestaltet werden kann, um mehr Menschen zu einer nachhaltigeren Verkehrsnutzung zu bewegen.

Neue Home-Office-Arrangements: Was können wir für die Zukunft lernen? (M.Sc. Ruth Noppeney; Beginn: flexibel): Die insbesondere im Rahmen der Corona-Pandemie weitgreifend praktizierten Homeoffice-Arrangements haben für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitsgeberinnen und Arbeitgeber erstmalig in größerem Umfang ermöglicht, Erfahrungen zu sammeln, welche die zukünftige Gestaltung von Home-Office-Angeboten beeinflussen könnten. Im Rahmen der Bachelorarbeit können sowohl Arbeitnehmer:innen als auch Arbeitgeber:innen anhand von Interviews (qualtitativ) befragt werden, welche Erfahrungen sie in dieser Zeit gesammelt haben.

„Eltern allein zu Haus“ „Empty Nest“-Erleben im mittleren Lebensalter (M.Sc. Jasmin Dorry; Start: flexibel, in Absprache mit den beiden Studierenden die Thema 1 und 2 bearbeiten). Die beiden untenstehenden Themen zu „Empty Nest“ sind sehr ähnlich, da die beiden Studierenden, die die Themen bearbeiten, bei der Erstellung und Durchführung des Interviewleitfadens sowie der qualitativen Auswertung miteinander zusammenarbeiten werden. Die konkrete Fragestellung wird dann individuell ausgearbeitet.

Thema 1: Wenn die eigenen erwachsenen Kinder ausziehen, beginnt die sogenannte „Empty Nest“- Phase des Familienlebenszyklus (Bouchard, 2014). Dabei gibt es interindividuelle Unterschiede in Qualität und Intensität des „Empty-Nest“-Erlebens. Anhand von selbsterhobenen Interviewdaten (3-4 Interviews) soll in der Bachelorarbeit qualitativ herausgearbeitet werden, wie sich das „Empty Nest“ für die Eltern anfühlt.

Thema 2: Wenn die eigenen erwachsenen Kinder ausziehen, beginnt die sogenannte „Empty Nest“- Phase des Familienlebenszyklus (Bouchard, 2014). Dabei gibt es interindividuelle Unterschiede in Qualität und Intensität des „Empty-Nest“-Erlebens. Anhand von selbsterhobenen Interviewdaten (3-4 Interviews) soll in der Bachelorarbeit qualitativ herausgearbeitet werden, wie sich das „Empty Nest“ für die Eltern anfühlt.

 

Masterarbeitsthemen am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie

Im Rahmen der Masterarbeit werden in der Regel eigene Datensätze erhoben. Die zur Hypothesenprüfung eingesetzten statistischen Analyseverfahren sind in der Regel komplexer als jene bei der Bachelorarbeit. Bitte beachten Sie die Anmeldevoraussetzungen für die Masterarbeit (§ 12 Absatz 2): Nachweis von min. 60 Kreditpunkten, erfolgreicher Abschluss der Methodenmodule I und II, erfolgreicher Abschluss des Kolloquiums Präsentation Forschungsergebnisse I

Untenstehend finden Sie die für das Wintersemester 2021/22 zur Auswahl stehenden Masterarbeitsthemen am Lehrstuhl für Personal- und Organisationspsychologie.

Zum Vorgehen bezüglich der Vergabe der Masterarbeiten für das Wintersemester 2021/22:

  • Wenn Sie sich für eines oder mehrere der untenstehenden Themen interessieren, melden Sie sich bitte unter Angabe Ihrer Themenpräferenz(en) bis zum 15.08.2021 per E-Mail bei der Koordinatorin Dr. Anna M. Stertz (stertz@psych.rwth-aachen.de) und nennen Ihren frühesten sowie spätesten Einstiegstermin.
  • Bitte fügen Sie außerdem Ihr aktuelles Transcript of Records bei.
  • Wir teilen Ihnen bis spätestens 01.09.2021 mit, ob Sie den gewünschten Masterarbeitsplatz erhalten.

Bitte geben Sie diese Info an alle Interessierten weiter, so dass das Verfahren innerhalb der o.g. Fristen durchgeführt werden kann.

Zielkonflikte und Karrierecommitment – eine Tagebuchstudie (Dr. Aida Alisic; Start: Semesterbeginn): Persönliche Ziele beschreiben zukünftige Zustände, die Personen gerne erreichen, beibehalten oder vermeiden möchten (Ford & Lerner, 1992). Typischerweise verfolgen Menschen mehrere Ziele aus verschiedenen Lebensbereichen, die bezüglich ihrer Erreichung in Konflikt stehen können. Zielkonflikte zwischen beruflichen und privaten Bereichen können wiederum das berufliche Engagement und die Identifikation mit der eigenen Karriere negativ beeinflussen. Umgekehrt könnte aber auch erhöhtes Karrierecommitment (i.S.v. Identifikation und Verbundenheit mit dem eigenen Tätigkeitsfeld, Colarelli & Bishop, 1990) durch den notwendigen Einsatz von Ressourcen (z.B. Zeit, Energie) zu mehr Zielkonflikten führen. In dieser Masterarbeit sollen daher auf Basis einer Tagebuchstudie Zusammenhänge zwischen Zielkonflikten und Karrierecommitment sowohl auf interindividueller als auch auf intraindividueller Ebene untersucht werden.

Karrierebezogenes Selbstmanagement und Flow-Erleben – eine Tagebuchstudie (Dr. Aida Alisic; Start: Semesterbeginn): Die hohe Dynamik in der heutigen Arbeitswelt verlangt von den Mitarbeitenden ein hohes Maß an Eigenverantwortung für ihre eigene Karriereentwicklung. Trotz der Vermutung, dass eine proteische und selbstbestimmte Karriere von persönlichen Werten und intrinsisch bedeutsamen Zielen angetrieben wird, wissen wir noch wenig über die motivationalen Prozesse, die das Setzen und Verfolgen karrierebezogener Ziele beeinflussen. Flow-Erleben, d.h. das Erleben tiefer Konzentration und vollständiger Absorbiertheit in eine Tätigkeit (Csikszentmihalyi, 1975), ist ein wichtiges motivationales Konstrukt, das positiv mit der Leistung von Mitarbeitenden assoziiert ist. In der Masterarbeit soll auf Basis einer Tagebuchstudie der Zusammenhang zwischen Flow-Erleben bei der Arbeit und karrierebezogenem Selbstmanagement sowohl auf interindividueller als auch auf intraindividueller Ebene untersucht werden.

Struktur und situationsübergreifende Stabilität von Emotionsregulationsstrategien am Arbeitsplatz (Dr. Christian L. Burk; Online-Fragebogenstudie, Start flexibel): Ausgehend von den vielfältigen bereits vorliegenden Möglichkeiten, habituelle Emotionsregulationsstrategien zu bestimmen, soll eine neuerliche Zusammenstellung und Ergänzung von Fragebogenitems stattfinden und empirisch überprüft werden. Im Mittelpunkt soll dabei der Abgleich mit und die Ergänzung von Faktoren stehen, die aus den Forschungslinien zur Emotionsregulation (z.B. Gross & John, 2003) sowie zur Emotionsarbeit (z.B. Grandey, 2000) abzuleiten sind. Bei der Datenerhebung ist der Einsatz von Vignetten denkbar, die die Probandinnen und Probanden ihre bevorzugten Emotionsregulationsstrategien im Angesicht bestimmter emotionsauslösender Situationen am Arbeitsplatz einschätzen lassen. Hierauf bezogene Fragestellungen könnten u.a. die Analyse von Situationsspezifität betreffen.

Detektion von Belastungsreaktionen mittels thermaler Infrarottomografie (Dr. Christian L. Burk; Laboruntersuchung, Start flexibel, aber frühzeitige Vorbesprechung erwünscht): Es besteht die Möglichkeit zur Mitwirkung an einem interdisziplinären Projekt mit dem Lehrstuhl für Bildverarbeitung (Prof. Merhof; Elektrotechnik) mit dem Thema: „Cooling Upper Lip = Agony? (CUL=A): Detecting Differential Responses to Psychosocial Stress through Thermal Infrared Tomography”. In einer Laboruntersuchung werden die Proband/innen hierbei mit einem placebokontrollierten Trier-Social-Stress-Test konfrontiert und dabei per Infrarotkamera aufgenommen. Wir sind dabei auf der Suche nach Markern für psychosozialen Stress in Durchblutungsphänomenen im Gesicht. Gegenübergestellt wird dies u.a. mit Cortisolverläufen. Für eine Masterandin bzw. einen Masteranden böte sich – je nach Timing der Masterarbeit – die Möglichkeit, an der Versuchsleitung im interdisziplinären Team teilzunehmen, Infrarotparameter mit subjektiver Befindlichkeit und Fremdbeobachtungen in Zusammenhang zu bringen und/oder Hormonantworten zu analysieren.

Lebenskunst und Wohlbefinden (Prof. Dr. Bettina S. Wiese, in Kooperation mit Prof. Dr. Bernhard Schmitz, TU Darmstadt; Start: flexibel): Lebenskunst bezeichnet Verhaltensweisen und Einstellungen, die zum Wohlbefinden beitragen. Mehrere Themen / methodische Zugänge sind möglich: (a) Trainingsdurchführung und -evaluation (insbes. zur Optimierung der Reflexion aktueller Ereignisse), (b) Zwei-Monats-Längsschnittstudie zu Lebenskunst und Wohlbefinden oder (c) Tagebuchstudie zur Verarbeitung positiver und negative Ereignisse.

Psychologische Prädiktoren der Umzugsbereitschaft bei Nachwuchswissenschaftler/innen (Prof. Dr. Bettina S. Wiese; Studie auf Basis vorliegenden Datenmaterials, Start: frühestens ab November 2021): Ein Merkmal moderner Laufbahnen ist eine ausgeprägte organisationale Mobilität, die auch mit Umzügen im In- und Ausland einhergehen kann. Für wissenschaftliche Karrieren ist diese Art der Mobilität von jeher kennzeichnend. Anders als in der diesbezüglichen soziologischen Forschung, die vor allem soziodemographische Charakteristika in den Blick genommen hat, sollen in dieser Arbeit psychologische Prädiktoren der Umzugsbereitschaft im Vordergrund stehen. Konkret gilt es dabei vor allem auf das Berufsleben bezogene Haltungen und Bestrebungen (z. B. Karriereziele, berufliche Identifikation, relative Bedeutung von Berufs- und Privatleben) zu betrachten. Für die Arbeit werden Daten aus einem längsschnittlichen Projekt mit promovierenden und promovierten Nachwuchswissenschaftler/innen zur Verfügung gestellt.

Trennungsangst und die Bewertung der Berufsrückkehr bei Müttern (Prof. Dr. Bettina S. Wiese; Studie auf Basis vorliegenden Datenmaterials, Start: frühestens ab November 2021): Heute kehren die meisten Mütter nach einer mehr oder weniger langen Auszeit nach der Geburt von Kindern wieder ins Erwerbsleben zurück. Aber nicht alle Frauen sind gleichermaßen zufrieden mit ihrer Rückkehrentscheidung und ihrer Lebenssituation als erwerbstätige Mütter. Es soll herausgearbeitet werden, welche Rolle dabei Trennungsängste vom Kind spielen. Darüber hinaus soll ermittelt werden, ob die vermuteten Effekte der Trennungsangst auf das Bedauern des beruflichen Wiedereinstiegs über die Zeit abnehmen bzw. abgeschwächt werden, wenn eine hohe soziale Unterstützung und Wertschätzung durch den Partner erlebt wird. Für die Arbeit werden Daten aus einem längsschnittlichen Projekt des Lehrstuhls zur Verfügung gestellt.

Ähnlichkeit beruflicher Motive zwischen Eltern und erwachsenen Kindern (Prof. Dr. Bettina S. Wiese; querschnittliche dyadische/triadische Online-Fragebogenerhebung, Start: frühestens ab Dezember 2021): Es soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern junge Erwachsene ihren eigenen Eltern in ihren beruflichen Motiven ähneln und diese auch bewusst als Rollenmodelle wahrnehmen. Dazu sollen Fragebogendaten bei jungen Erwachsenen und ihren Eltern erhoben werden.

Arbeiten im Homeoffice (Dr. Anna M. Stertz; präferiert ab November 2021): Im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurden Arbeitgeber in Deutschland aufgrund der Corona-Arbeitsschutzverordnung dazu verpflichtet, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten, sofern nicht zwingende betriebliche Gründe entgegenstehen. Dies führte dazu, dass Beschäftigte, die zuvor nicht von zu Hause aus gearbeitet haben, dieses Arbeitsarrangement kennengelernt haben. Die Erfahrungen haben bei einigen Beschäftigten dazu geführt, auch in Zukunft einen Teil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen zu wollen. Beschäftigte, die bereits vor der Pandemie regelmäßig im Homeoffice gearbeitet haben, könnten nun den Wünsch äußern, einen noch größeren Anteil ihrer Arbeitszeit im Homeoffice zu verbringen, weil sie selbst es als vorteilhaft erachten und sich gezeigt hat, dass es grundsätzlich praktizierbar ist. Auch Arbeitgeber könnten verstärkt erkannt haben, dass es Vorteile mit sich bringt (z.B. Einsparung von Kosten für den Unterhalt und die Instandhaltung von Büroräumen), wenn ihre Beschäftigten in stärkerem Ausmaß von zu Hause aus zu arbeiten.

Zur Oberthematik „Arbeiten im Homeoffice“ sind Arbeiten mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung und methodischem Zugang möglich: Inwiefern hängt die Bewertung der Arbeit im Homeoffice davon ab, ob sie im jeweiligen Umfang ein vom Beschäftigten selbst gewünschtes oder aber erzwungenes Arbeitsarrangement darstellt und welche Rolle spielen Präferenzen zur Segmentation vs. Integration von Berufs- und Privatleben für die Bewertung? Um einem ungewollten Verschwimmen der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben während des Arbeitens im Homeoffice entgegenzuwirken, könnte es hilfreich sein „Boundary Management“-Taktiken einzusetzen. Diese Taktiken lassen sich kategorisieren in behavioral, temporale, physikalisch und kommunikativ (Allen et al., 2021; Kreiner et al., 2009). Inwiefern werden derartige Taktiken in Abhängigkeit von individuellen Lebensstilpräferenzen (Segmentation vs. Integration) eingesetzt und wie hängen diese mit dem Wohlbefinden, Zufriedenheit mit der Balance von Berufs- und Privatleben und der Leistungsfähigkeit zusammen? Zur Bearbeitung der spezifischen Fragestellung sollten (quantitative und/oder qualitative) Daten von Erwerbstätigen erhoben werden, die zum Zeitpunkt der Datenerhebung regelmäßig im Homeoffice arbeiten. Neben einer individualpsychologischen Betrachtung ist eine dyadische Betrachtung unter Berücksichtigung von Doppelverdiener-Paare möglich. Hierbei könnten z.B. Auswirkungen von potentiellen Differenzen hinsichtlich der Nutzung der Wohnstätte als Arbeitsstätte und der Akzeptanz von „Boundary Management“-Taktiken untersucht werden.

Beachten Sie bitte auch die allgemeinen Informationen zur Masterarbeit.

Nur in begründeten und mit der Lehrstuhlinhaberin abgestimmten Ausnahmefällen kann mit Zustimmung des Prüfungsausschusses eine Betreuung außerhalb des Instituts für Psychologie durchgeführt werden. In der Regel werden Mitarbeitende des Lehrstuhls keiner betrieblich gebundenen Arbeit zustimmen bzw. diese mit betreuen, wenn die Notwendigkeit besteht, etwaige Geheimhaltungsverträge zu unterschreiben.