Auditive Kognitionspsychologie: Sabine Schlittmeier

 

Forschung am Lehr- und Forschungsgebiet (LuF) „Psychologie mit dem Schwerpunkt Auditive Kognition“

Am Lehr- und Forschungsgebiet (LuF) „Psychologie mit dem Schwerpunkt Auditive Kognition“ forschen wir dazu, welche Eigenschaften von Schallen und Hörbedingungen bedeutsam sind für kognitive Leistung, subjektives Empfinden und Schallbewertungen. Dabei lassen sich unsere schallbezogenen Forschungsthemen drei Schwerpunkten zuordnen: Auditive Kognition relevanten Schalls, Auditive Kognition irrelevanten Schalls und Psychoakustik. Aber nicht in allen unseren Forschungsprojekten gibt es „etwas auf die Ohren“.

  Schnittstelle Kognition-Technik-Umwelt Urheberrecht: Sabine Schlittmeier

Grundsätzlich zeichnet sich unsere Forschung durch zwei Charakteristika aus. Zum einen ist sie an der Schnittstelle von menschlicher Kognition, Technik und Umwelt angesiedelt. Je nach fokussierter Fragestellung können die Forschungsthemen daher auch der Kognitiven Ergonomie, der Angewandten Kognitionspsychologie und/oder der Umweltpsychologie zugeordnet werden. Zum anderen bearbeiten wir unsere Forschungsthemen sowohl in grundlagenwissenschaftlicher wie anwendungsbezogener Perspektive, die wir vorzugsweise aufeinander beziehen. Denn unsere Beiträge für die Praxis sollen auf solidem psychologischen Grundlagenwissen stehen, wobei anwendungsbezogene Projekte nicht selten Lücken in der vorliegenden Empirie oder sogar Widersprüche in kognitionspsychologischen Modellen aufzeigen. Dementsprechend kooperieren wir in vielen Forschungsprojekten mit Wissenschaftlern aus anderen Disziplinen und Praxispartnern aus Wirtschaft und Industrie.

  Relevant Speech Urheberrecht: Sabine Schlittmeier

Auditive Kognition relevanten Schalls

Wir untersuchen, wie bestimmte kognitive Prozesse, Funktionen und Leistungen davon abhängen, dass relevante, kognitiv zu verarbeitende Informationen gehört werden und wie diese gehört werden. So bieten wir in kognitionspsychologischen Experimenten zum Textverstehen und Texterinnern gesprochene Konversationen möglichst realitätsgetreu dar, z.B. indem die räumliche Lokalisation der Sprecher und die akustischen Eigenschaften des umgebenden Raums in binauralen Schallen abgebildet werden. Unsere Untersuchungen der damit verbundenen Effekte fokussieren die kognitionspsychologische Modellentwicklung wie auch anwendungsbezogene Fragen der kognitiven Ergonomie, z.B. die Optimierung von Assistenzsystemen, der Mensch-Computer-Interaktion oder von Virtual Reality (VR) Anwendungen.

  Irrelevant Speech Urheberrecht: Sabine Schlittmeier

Auditive Kognition irrelevanten Schalls

Hier prüfen wir, welche Schallcharakteristika für die Störung bestimmter kognitiver Leistungen verantwortlich sind und wie die Effektmuster modelltheoretisch erklärt werden können. Diese Erkenntnisse fließen in die Entwicklung und Evaluation akustischer Gestaltungslösungen für Lebens- und Arbeitsumwelten ein, bspw. in das Sound Design partieller Maskierer, die in offenen Bürolandschaften als zusätzlicher Schall zur Lärmbekämpfung eingespielt werden können. Dabei interessieren wir uns insbesondere auch für differenzielle Effekte irrelevanten Schalls auf objektive Leistungsparameter und subjektives Empfinden.

  Psychoakustik Urheberrecht: Sabine Schlittmeier

Psychoakustik

Als PsychologInnen untersuchen wir mittels Hörversuche in interdisziplinären Projekten mit Akustikern und Ingenieuren, wie „die Dinge klingen“. Dieses Wissen kann beispielsweise dazu genutzt werden, die akustischen Emissionen technischer Geräte oder Anlagen zielgerichtet zu optimieren. In Hörversuchen wird geprüft, wie das Belästigungserleben (short-term annoyance) und der Höreindruck auf verschiedenen psychoakustischen (z.B. Rauhigkeit, Schärfe) oder konnotativen Dimensionen (z.B. seriös, wertig, aggressiv) von bestimmten physikalischen Schalleigenschaften abhängt. Dabei können wir auf jahrelange Erfahrung mit elektrischen Werkzeugen und Anlagen, Haushaltsgeräten und Automobilen zurückgreifen.

 

Kognitive Ergonomie, angewandte Kognitionspsychologie und Umweltpsychologie


• Assistenz durch smarte Brillen im Bauhandwerk
• Visuell-räumliches Kurzzeitgedächtnis für visuelle Landmarks in einem virtuellen Labyrinth
• Kognitive Effekte und Verzerrungen in der Umweltkommunikation
• Entwicklung des Berufsbilds UmweltpsychologIn